Google greift an: AI Mode wird zur neuen Standardsuche – Ein Schritt ins geschlossene System?

Veröffentlicht am: 09.09.2025

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Google steht vor einer grundlegenden Veränderung seiner Suchmaschine. Das Unternehmen plant, den 'AI Mode' zum neuen Standard zu machen, selbst während seine Anwälte den Rückgang des offenen Webs betonen.

Kernaussagen

  • Google wird 'AI Mode' zum neuen Standard für Suchanfragen und verändert damit das klassische Suchverhalten.
  • Der Wechsel führt von einer offenen Plattform zu einem geschlossenen System, das den Fokus auf generative KI legt.
  • Google argumentiert in einem Antitrust-Fall, dass das offene Web in 'raschem Rückgang' ist, was die eigene Positionierung widerspricht.

Zusammenfassung

Google steht an der Schwelle, seinen 'AI Mode' als Standard für Suchanfragen einzuführen. Diese Neuerung erlaubt es Nutzern, nach der ersten Anfrage mit einer KI weiter zu kommunizieren, was die Suche von einer offenen Plattform in ein eher geschlossenes System umwandelt. Der Produktmanager Logan Kilpatrick kündigte an, dass diese Änderung bald Realität werden könnte. Gleichzeitig gibt Google in einem laufenden Antitrust-Verfahren an, das offene Web sei bereits im 'raschen Rückgang'. Sie argumentieren, dass ihre Werbepraktiken, die zunehmend auf Plattformen wie AI-Chatbots setzen, gerade die Verlage schädigen, die vom offenen Web abhängen.

Zukunftorientierte Einschätzung

Die Diskussion um Google und seinen 'AI Mode' ist bedeutsam, insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Struktur des Internets. Indem Google sich von offenen Web-Modellen abwendet und stattdessen in geschlossene KI-Plattformen investiert, könnte dies nicht nur das Nutzerverhalten nachhaltig beeinflussen, sondern auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für viele Content-Ersteller und kleine Verlage verschärfen. Die gewaltige Verschiebung hin zu generativen KI-Formatierungen könnte garantieren, dass die Kontrolle über Informationen zunehmend in den Händen weniger Tech-Giganten bleibt.